Mittwoch, 13. Februar 2013

sumpfiges mohr

#197

"versinke im loch. strampel mich frei. mein kopf versinkt, die vögel zwitschern ihr abschliedslied. hinter dem fenster sieht man den baum, den ich brauch um zu denken, doch der vorhang ist zu. nur schatten, ohne ein licht. durch hundert träume gestolpert - lebe deinen traum, sagen sie, doch ich hab ihn vergessen. kann mich nicht mehr erinnern. nur die schlechten rauschen durch meine adern und verstopfen den weg zu meinem herzen. bau eine brücke, sagen sie, doch mir fehlen die steine, der kitt bröckelt - sie stürzt ein. den rettungsring am hafen vergessen schnappe ich nach luft, verschlucke mich am salz meiner tränen, schmecke nur das eisen meiner rostigen gedanken. zu alt, zu jung, zu schlau, zu dumm. der weg ist versperrt, ich nehme den heimlichen pfad. er führt mich durch den wald. vorbei an den grauen häusern und hin zum warmen lagerfeuer. es knistert, es knackt, keine angst, die mich packt. ich kletter über den berg der verzweiflung und steige hinab in das tal der guten hoffnung. wasche mir die verklebten hände, male kein fuck you! mehr an kahle wände. denn ich hab wieder mut & alles wird gut."

Anmerkung: "ich" ist nicht gleich ich!

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