Sonntag, 11. November 2012

hirnschwulst

#103

hm.
"schlafe zu wenig, esse unregelmäßig, vergesse viel & träume schlecht. kein brot da, die kartoffeln alt, das apfelmus verschimmelt. das glas zerbrochen, das holz rissig, mein linker fuß tut weh.
versuche viel, gelingen tut nichts. tränen. lese, lese, lese. der feind, mein spiegelbild. die geräusche nach tiefer stille tun schrecklich weh. sollte glücklich sein, aber etwas fehlt.
bin verliebt. echt? wer weiß, mal sehn. zähle die tage, der staub in den ritzen überwintert & kriecht dann langsam aus seinem versteck. will so viel tun & schaffe es nicht einmal brot zu holen. das apfelmus verschimmelt. zwischen keine sonne & grauem regen gefangen, wo ist der warme mantel?
verstehe nicht viel, denke umso mehr. bin klein, so klein. mein gefängnis sitzt tief, locke den drachen vom gitter weg & versuche zu fliegen. bin frei, bis die musik verstummt. dann falle ich, lande hart & wache nicht auf."

Anmerkung: "ich" ist nicht gleich ich!

1 Kommentar:

  1. Du schreibst wundervoll. In Deinen Worten finde ich mich wieder. Novemberblues.

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